Dienstag, 27. Dezember 2016

Rezension: Die relative Unberechenbarkeit des Glücks- Antonia Hayes




Eckdaten:

Titel: Die relative Unberechenbarkeit des Glücks
Autorin: Antonia Hayes
Seitenzahl: 464 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag

Inhalt:

Der zwölfjährige Ethan hat ein paar ungewöhnliche Talente. Physik und Astronomie sind für ihn so selbstverständlich wie Lesen und Schreiben, und er sieht die Welt auf eine Weise, die anderen Menschen nicht begreiflich ist. Die wichtigste Person in seinem Leben ist seine Mutter Claire, aber je älter Ethan wird, desto öfter fragt er nach seinem Vater, den er nie kennengelernt hat. Er weiß nicht, dass er als Baby beinahe gestorben wäre und sein Vater in der Folge verurteilt wurde. Doch dann setzt ein unerwartet eintreffender Brief eine dramatische Kette von Ereignissen in Gang …

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich gleich angesprochen - ein außergewöhnliches Kind, eine dramatische Familiengeschichte. An sich ist dieses Genre eher nicht so mein Ding, doch aufgrund des Klappentextes wollte ich dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

Ethan habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen. Er ist intelligent, neugierig und wahnsinnig interessant. Außerdem glaubt er an das Gute in jedem Menschen, womit ich mich absolut identifizieren kann.
Wie in diesem Buch über Physik und  Astronomie geschrieben wurde, fand ich direkt total spannend. Auch wenn Physik nicht so mein Ding ist - irgenwie hat es Spaß gemacht darüber zu lesen. Auch wenn ich gestehen muss, dass ich manche Passagen diesbezüglich eher überflogen habe, da ich nicht alles verstanden habe.

Geschrieben wird in Er-Erzählform. Die Perspektive wechselt sich zwischen Ethan, seiner Mutter Claire und seinem Vater Mark. Ich persönlich lese liebe Bücher in Ich-Perspektive, da man sich so besser in die Personen hineinversetzen kann. Dennoch war die Erzählform und der Schreibstil gelungen. Viele Abschnitte flogen nur so an mir vorbei. Ab und zu gab es doch auch Stellen, die sich für mich sehr in die Länge gezogen haben, die ich im Nachhinein betrachtet auch nicht für allzu wichtig halte.

Lange habe ich überlegt: WAS genau ist das Kernthema des Buches? Ethans Krankheit? Die Vergangenheit und was wirklich passiert ist?

Schade fand ich, dass Ethans "Fähigkeit" am Ende doch "nur" eine Krankheit ist, die man wegoperieren kann. Für mich hat seine Fähigkeit einen ganz großen, besonderen Teil von Ethans Charakter ausgemacht. Darauf wurde am Ende sehr wenig eingegangen und das hat mir ein wenig gefehlt.

Insgesamt finde ich, dass "Die relative Unberechenbarkeit des Glücks" eingelungenes Buch über Liebe, Hass, das Gute im Menschen, Moral und ein Stück weit auch über das Erwachsenwerden ist.

Fazit:
Aufgrund einiger Schwachpunkten gibt es von mir
3,5 von 5 Sterne

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