Montag, 27. Juni 2016

Rezension: Ich kenne dich aus meinen Träumen - Clelie Avit





Eckdaten:

Titel: Ich kenne dich aus meinen Träumen
Autorin: Clelie Avit
Seitenzahl: 253 Seiten
Verlag: Goldmann-Verlag

Inhalt:

Elsa verspürt keine Kälte mehr, keinen Hunger, keine Angst. Sie liegt im Koma. Doch sie hört alles um sich herum. Hört, dass die Ärzte die Hoffnung aufgegeben haben und die Maschinen, die sie am Leben erhalten, abstellen wollen. Hört, dass sie auch für ihre Freunde und Familie eigentlich schon verschwunden ist. Bis eines Tages Thibault aus Versehen in ihr Zimmer platzt. Er beginnt mit ihr zu sprechen, ohne Antworten zu erwarten. Erzählt ihr von sich und dem Leben. Und er kommt wieder. Jeden Tag, da er sie in ihrem Zimmer besucht, wächst das Gefühl der Verbundenheit zwischen dem fremden Mann und dem schlafenden Mädchen. Denn Thibault sieht etwas, das alle anderen nicht mehr erkennen: Elsa ist noch da.

Cover:

Ich finde das Cover sehr schön. Ich liebe die Farbkombination. Durch das Cover wurde ich aufmerksam auf das Buch.

Schreibstil:

Clelie Avit schreibt sehr flüssig und angenehm. Das Buch lässt sich dadurch sehr schnell lesen. Es ist das erste Buch, das ich aus dem Französischen auf Deutsch lese und ich war zuerst eher skeptisch, ob ich mit der Übersetzung klar komme, oder ob es sich "komisch" anfühlt. Aber meiner Meinung nach ist die Übersetzung sehr gut gelungen.

Meine Meinung:

Das Buch ist abwechselnd von den beiden Protagonisten Elsa und Thibault geschrieben. Dies ermöglichte mir, tief in die Geschichte einzutauchen.
Elsa ist mir sehr sympathisch gewesen, von Anfang an. Manchmal wollte ich einfach nur schreien, weil ich so sehr wollte, dass jemand realisiert, dass Elsa trotz Koma noch "da" ist.
Thibault hat mir noch besser gefallen als Elsa. Irgendwie war es total spannend für mich, in seinen Kopf und in sein Denken abzutauchen. Ein wirklich toller, tiefgründiger und herzerwärmender Charakter.
Die Entwicklung der Verbindung zwischen den beiden war für mich genau im richtigen Tempo und irgendwie nachvollziehbar, trotz der absurden Situation, in der die beiden sich befinden. Auch

Insgesamt ist das Buch sehr kurz mit knappen 250 Seiten und dennoch hat die Autorin mit wahnsinnig viel Gefühl eine absolut packende und bewegende Geschichte geschrieben. Es wird ein sehr sensibles Thema angesprochen und ab und zu war ich auch echt den Tränen nahe. Vor allem, da Elsas ganze Umwelt sie aufzugeben scheint. Außer Thibault. 

Das Buch ist perfekt für "Zwischendurch", was ich auf keinen Fall negativ meine! Aber es liest sich sehr schnell. Ich hatte es in einem Tag durch.

Fazit:

4,5 von 5 Sternen


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